Travemünde

Travemünde, das ist Sonne, Strand und Meer. Travemünde, das ist eine gelungene Mischung aus Segelsport, Schiffen, Wellness und Seeklima. Travemünde ist einfach das perfekte Reiseziel an der Ostsee. An der Mündung der Trave zu Hause, hat sich dieser besonders schöne Stadtteil Lübecks zu einem der zauberhaftesten Seebäder Europas gemausert. Heute hat sich das einstige Fischerdorf zu einem mondänen Seebad gewandelt, das seine Besucher seit mittlerweile mehreren Jahrhunderten in den Bann zieht. Ein Städtchen wie Travemünde verzaubert seine Gäste mit maritimem Flair. Traumhaft inmitten der Lübecker Bucht gelegen, lockt der Urlaubsort mit vorbeiziehenden Kreuzfahrtdampfern, Sandstränden und kleinen Fischerbooten. Spaziergänge führen an einem der größten Ostseehäfen vorbei. Begleitet von einer frischen Brise, ist Travemünde der ideale Ort, um sich eine kleine Auszeit in einer charmanten Altstadt oder dem Seebadmuseum zu gönnen.

Travemünde
Travemünde

Die bewegte Geschichte von Travemünde

Die Entwicklung von Travemünde ist mit einer bewegten Geschichte verbunden. Über mehrere Jahrhunderte hinweg wandelte sich Travemünde vom kleinen Fischerdorf zum mondänen Seebad, das Menschen aus aller Welt wie einen Magneten anzieht. Den ersten Grundstein legte der Schauenburger Graf Adolf III. von Holstein und Stormarn, als der Adelige im Jahr 1187 einen Turm als Schutz gegen Wikinger und Slawen erbauen ließ. Rund 150 Jahre später erwarb das benachbarte Lübeck den Ort, um den Zugang vom Lübecker Hafen zur Ostsee sicherzustellen. Seit der Eingemeindung im Jahr 1913 trägt der Urlaubsort den liebevollen Beinamen „Lübecks schönste Tochter“.

Travemünde ist die dritte Ortschaft Deutschlands, die seit 1802 offiziell als Seebad anerkannt ist. Spätestens seit diesem Jahr startete der Erfolgszug des Städtchens als Touristenmagnet. Die erste Dampfschifffahrtslinie wurde 1824 ins Leben gerufen. Gäste reisten aus Städten wie Kopenhagen oder ST. Petersburg an, um in den aus dem Boden sprießenden Gasthäusern, Hotels oder Strandvillen zu residieren. Seit jeher schätzen Besucher die klassische Seebadarchitektur Travemündes, die das 1833 eröffnete Casino einbettet. Daraufhin dauerte es noch etwa 50 Jahre, bis das Eisenbahnnetz in Travemünde eingeführt wurde und Besucherzahlen erneut ansteigen ließ. Seit dem Ende 1880er Jahre ist das Städtchen Schauplatz der Travemünder Woche, der beliebtesten Regattawoche der Welt. Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Urlaubsort einen weiteren treffenden Beinamen und geht seitdem als „Monte Carlo des Nordens“ in die Geschichtsbücher ein.

Die kulturell-architektonische Seite Travemündes

Aussichtspunkte wie die Nordermole oder der Skandinavienkai laden dazu ein, vorbeiziehende Schiffe und Dampfer aus direkter Nähe zu beobachten. Wer die Travemündung aus der Vogelperspektive in Augenschein nehmen möchte, sollte einen Abstecher zum Alten Leuchtturm einplanen. Dieser Leuchtturm macht seinem Namen alle Ehre. Heute ist das über 450 Jahre alte Bauwerk der älteste erhaltene Leuchtturm des Landes. Im Innenbereich befindet sich deshalb ein maritimes Museum. Auf der anderen Seite der Trave ist auf der Halbinsel Priwall das vermutlich bekannteste Wahrzeichen von Travemünde zu Hause, die Viermastbark „Passat“. Dieses 1911 in Hamburg für die Reederei F. Laeisz errichtete Schiff schrieb als letzter Kap-Horn-Segler Geschichte und eroberte bis in die 1950er Jahre die Weltmeere. Heute befindet sich das Schiff in den Händen des Vereins „Rettet die Passat e. V.“. Zur Sommerzeit steht das Schiff für Besichtigungen offen und stellt 100 Kojen für Übernachtungen zur Verfügung. Zugleich werden in der Viermastbark regelmäßig Trauungen und andere Feierlichkeiten aufgeführt.

Hafen von Travemünde
Hafen von Travemünde

Das Seebadmuseum ist eine weitere kulturelle Bereicherung für die Stadt Travemünde. Vis-à-vis zur Kirche St. Lorenz gelegen, stellt das Museum eine Vielzahl an Exponaten zur Fischerei, Schifffahrt und Bademode zur Schau. Der Fischereihafen ist ebenfalls einen Besuch wert. Es ist ein Erlebnis, bei einem der Fischer vorbeizuschauen und ihnen dabei zuzusehen, wie sie den fangfrischen Fisch unmittelbar von Bord verkaufen. Die Sightseeingtour durch Travemünde sollte mit einem Abstecher zur Alten Vogtei gekrönt werden. Die mittlerweile über 450 Jahre alte Polizeiwache vereint einen Teekontor, Café, Weinstube und ein Restaurant auf ihrem Terrain. Ein weiterer Anziehungspunkt ist ein Atelier, in dem Künstlerin Ninette Mathiessen ihre Kreativität unter Beweis stellt.

Die besten Veranstaltungen in Travemünde

Die Travemünder Woche ist eine der größten Segelveranstaltungen der Welt. In jedem Jahr strömen Ende Juli Hunderttausende von Segelenthusiasten in die Stadt, um die sportliche Mischung aus maritimem Festival sowie internationalem Segelevent vor Ort zu erleben. Das Travemünder Fischerfest ist ein weiteres Highlight des jährlichen Veranstaltungskalenders, das sich der Seefahrt und dem Thema „Fisch“ widmet. Abwechslungsreiche Kinderprogramme, Shanty sowie eine großer Auswahl maritimer Delikatessen lockt die Besucher an. Zudem sorgen Kleinkunst-Aufführungen und Livemusik beim Travemünder Promenadenfest für gute Laune. Pünktlich zur Herbstzeit startet das Drachenfest und krönt das Jahr mit einem gelungenen Abschluss.



Die schönsten Freizeitangebote in Travemünde

Travemünde begeistert mit einer Vielzahl interessanter Freizeitmöglichkeiten. Besucher sind in dem Ortsteil Lübecks dazu eingeladen, das Nachtleben und die hiesige Kultur bei Konzert- und Theaterbesuchen zu entdecken. Spannende Casinoabende oder Tauchkurse in der Ostsee sorgen dafür, dass in Travemünde keine Langeweile aufkommt. Sportangebote wie Reiterferien, Radtouren, Trekking oder Inlineskaten lassen Aktivurlauber aufhorchen. Ein Highlight für Kinder ist der Kurpark Calvarienberg, in dessen Hochseilgarten all die Besucher auf ihre Kosten kommen, die hoch hinaus möchten. Der nahe gelegene Hansepark ist ein Topadresse für alle Adrenalin-Junkies, die von rasanten Fahrten mit der Achterbahn oder Karussells nicht genug bekommen können. Eine tolle Schlechtwetter-Alternative zur Ostsee ist die Ostseetherme in Scharbeutz, die unbegrenztes Bade- und Wellnessvergnügen in der Saunalandschaft, bei Wasserspielen oder auf den Rutschen verspricht.

Gäste dürfen in Travemünde aus zwei Stränden wählen. Allerdings haben beide Uferabschnitte nicht viel gemeinsam. Die Strandpromenade des breiten Kurstrands im nördlichen Teil der Travemündung wurde erst vor wenigen Jahren neu errichtet. In diesem Küstenbereich haben Gäste zur Sommerzeit die Möglichkeit, nach Herzenslust Sandburgen zu bauen, Beachvolleyball zu spielen oder sich im Strandkorb zu erholen. Der auf der Halbinsel Priwall gelegene Strand ist am südlichen Ufer der Trave zu Hause. Dieses unberührte und naturbelassene Kleinod ist ein Paradies für Familien und Naturenthusiasten, die sich am flach abfallenden Strand erholen möchten. Tierbesitzer strömen zum Ufer auf der Halbinsel, um ihre Vierbeiner am Hundestrand toben zu lassen. Zudem ist dieser Küstenabschnitt um einen FKK-Bereich erweitert.

Einen Anblick der besonderen Art verspricht das Brodtener Steilufer. In dieser Naturlandschaft haben Uferschwalben, Haubentaucher und Reiherenten ein Zuhause gefunden. Dieses Naturdenkmal ist von bizarren Steinformationen und steilen Klippen umgeben. Weit und breit begegnen Besucher an diesem Ort der einzigen unverbauten Uferregion.

Wie ist Travemünde erreichbar?

Das Ostseebad Travemünde ist an der Südspitze der Lübecker Bucht im nordöstlichen Teil Schleswig-Holsteins zu Hause. Eine Anreise mit dem Auto ist über die A1 bis zum Autobahndreieck Bad Schwartau möglich, um die Anfahrt anschließend über die B75 nach Travemünde oder auf der A226 fortzusetzen. Anfahrten mit der Bahn erfolgen ab Lübeck-Hauptbahnhof in Richtung Travemünde. Ein Bus verkehrt ab Lübeck-ZOB mit der Linie 30/31. Nahe gelegene Flughäfen befinden sich in Kiel sowie Hamburg.

Besonderheiten von Travemünde

Als Schauplatz von einer der größten Segelveranstaltungen weltweit zieht Travemünde vor allem Wassersportler magisch an. In der Vergangenheit wurde Travemünde immer wieder von namhaften Persönlichkeiten aufgesucht, die dem Casino der Stadt einen Besuch abstatteten. Künstler, Schriftsteller und Philosophen wie Thomas Mann, Joseph Freiherr von Eichendorff, Franz Kafka oder Clara Wiek versuchten in dem Casino ihr Glück. Im 20. Jahrhundert zogen Künstler wie Marlene Dietrich, Sophia Loren, die Kessler-Zwillinge oder Lala Andersen das Publikum im „Monte Carlo des Nordens“ in den Bann.

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